Last year the artist Gregor Schneider showed his room installations “Weisse Folter” in the K21 Duesseldorf. Now he hits the headlines with his announcement to show dying humans or an evenly died in the context of art.
Here for example an article in the Telegraph online.
Artists in the headlines, breaking taboos with themes of sex and death, are a recurring ritual. Finally Eros and Thanatos are main topics in the art.
That the displayed death and dying, or even its bare announcement, is worth a message in our sated times earns a second view.
Although everyone believes to have seen already everything, death does not take place in our society. In this highly sophisticated society, in which the requirement on full function and constant availability are applied on machines as to humans, is no more space for death, for the complete negation of function.
We should be grateful for each artist who fights this trend.
In contrast there are no headlines for the rather calm and thoughtful work of Walter Schels “Life before Death”. The large black-and-white photos show humans shortly before and immediately after death.
© Walter Schels
Letztes Jahr stellte der Künstler Gregor Schneider seine Rauminstallationen “Weisse Folter” im Düsseldorfer k21 vor. Jetzt macht er Schlagzeilen mit seiner Ankündigung einen sterbenden Menschen oder auch einen eben gestorbenen auszustellen, ihn zum Kunstwerk zu machen.
Hier zum Beispiel ein Artikel dazu in der NZZ Online.
Das Künstler periodisch wiederkehrend mit Tabubrüchen oder scheinbaren Tabubrüchen in Sachen Sex oder Tod Schlagzeilen machen ist ein wiederkehrendes Ritual. Schließlich sind Eros und Thanatos zentrale Themen in der Kunst.
Dass der ausgestellte Tod, das gezeigte Sterben, oder sogar dessen bloße Ankündigung eine Nachricht wert ist in unserer übersättigten Zeit, verdient einen zweiten Blick.
Obwohl man heute vermeint, alles schon einmal gesehen zu haben findet der Tod in unserer Gesellschaft nicht statt. In dieser hochtechnisierten Gesellschaft, in der der Anspruch auf volle Funktion und ständige Verfügbarkeit auf Maschinen wie auf Menschen angewendet wird, ist für den Tod, die vollständige Negation jeder Funktion, kein Platz mehr.
Jedem Künstler, der versucht dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sollten wir dankbar sein.
Keine Schlagzeilen machen dagegen die eher ruhigen und nachdenklichen Arbeiten von Walter Schels “Noch mal Leben”. Die großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen Menschen kurz vor und unmittelbar nach dem Tod.