Archiv für die Kategorie » Fotobücher «

24 Nov 2009

Louis Porter – 100 Flowers

Geschrieben von (PF) um 7:00 Uhr

Louis Porter - 100 Flowers

100 Flowers” von Louis Porter wurde jetzt von Lozen up in limitierter Auflage herausgegeben. Das Buch zeigt hundert Fotografien von Blumenbeeten, die von der chinesischen Regierung in Vorbereitung zu den Olympischen Spielen 2008 angelegt wurden.

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16 Nov 2009

British 80’s: Paul Reas – I Can Help

Geschrieben von (PF) um 7:00 Uhr

Reas

Ich liebe die britische Dokumentarfotografie und ganz besonders die der späten 80er Jahre. Das Klima der Insel scheint eine abstruse Mischung von Schroffheit und Herzlichkeit zu begünstigen, wie man sie sonst nur schwerlich findet.

Bücher die einem in den Sinn kommen sind Martin Parrs “The Last Resort” (1986), Paul Grahams “Beyond Caring” (1986) und natürlich auch Nick Waplingtons berühmtes “Living Room” (1991).
Weniger bekannt, aber mindestens genauso schön, ist Paul Reas’ “I Can Help” (1988).

Paul Reas wirft einen kritischen, aber auch von Empathie geprägten Blick auf die britische Mittelklasse der 80er Jahre. Konsum prägt alle Lebensbreiche: Familien im Supermarkt, neue Einkaufzentren auf der grünen Wiese und Musterhäuser von Neubausiedlungen.

Paul Reas Buch zeigt uns mit viel Herzblut einen vergangenen, naiveren Abschnitt einer Stampede, die immer noch läuft: Kaufen, Marsch, Marsch!

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21 Okt 2009

The Limits Of Control: RJ Shaughnessy

Geschrieben von (PF) um 7:00 Uhr

RJ Shaughnessy

Der in Los Angeles lebende Fotograf RJ Shaughnessy war so freundlich mir sein Buch “Your Golden Opportunity is Comeing Very Soon” zuzuschicken.

Wie so oft bin ich mit meinem Artikel etwas spät dran und inzwischen wurde das Buch schon in einigen anderen Blogs wohlwollend besprochen. Es lohnt sich also noch, im virtuellen Zeitalter etwas haptisch Erfahrbares durch die Welt zu schicken, um die eigene Arbeit zu promoten.

RJ Shaughnessys im Selbstverlag erschienenes Buch zeigt Schwarzweißbilder von Einfahrten, Straßenschildern und Begrenzungspfählen im nächtlichen Los Angeles, die von Autos lädiert, zerdötscht und zerstört wurden.

Viele der beschädigten Objekte scheinen keineswegs frische “Unfallopfer” zu sein, sondern wurden wohl schon länger und wiederholt von vorbeikommenden Fahrzeugen in Mitleidenschaft gezogen.

Mit etwas Abstand betrachtet könnte das Buch ein lakonischer, aber durchaus freundlicher Kommentar zu unserer technisierten, kontrollsüchtigen Welt sein: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Unvollkommenheit und Improvisation sind unvermeidlicher Bestandteil unseres Lebens. Und das ist auch gut so!

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10 Sep 2009

Deanna Templeton – 17 Days

Geschrieben von (PF) um 7:00 Uhr

Deanna Templeton - 17 Days

Deanna Templetons im Selbstverlag erschienenes Buch “17 Days” zeigt in rauher Schönheit eine Auswahl von Bildern, die auf ihrem Europa-Trip im Sommer 2007 entstanden sind.

Deanna Templeton, geboren 1969, lebt und arbeitet in Huntington Beach / Kalifornien.

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04 Feb 2009

A New Life: Bill Owens’ Suburbia

Geschrieben von (PF) um 7:00 Uhr

Bill Owens

Der Blick des Europäers auf die neue Welt Nordamerikas war schon immer sehr speziell. Egal ob Projektionsfläche oder Fluchtraum, vom Traum zum Albtraum war es immer nur ein kleiner Schritt. Dieser Blick des Außenseiters hat uns so berühmte Fotobücher beschert wie Robert Franks stilbildende Elegie “Die Amerikaner” (1958) oder Jacob Holdts naiv-entsetztes “Amerikabilder 1970-1975″ (1977).
Im Gegensatz dazu bietet Bill Owens kaum minder berühmtes Buch “Suburbia” (1977) eine staunende Innenschau: den Blick Amerikas auf sich selbst.

Bill Owens arbeitete 1972 als Pressefotograf für den Livermore Independent als er – gleichermaßen verwundert und fasziniert von seiner Umgebung – begann, das Leben in den Vororten des Amador Valleys in Kalifornien zu dokumentieren. Owens fotografierte seine Freunde und Nachbarn zu Gelegenheiten wie Erntedank, Weihnachten, Geburtstagen oder am Unabhängigkeitstag. Scheinbar ungefiltert zeigt er den Alltag, Stolz und Lebensfreude der amerikanischen Mittelschicht im Sprawl der San Francisco Bay Area.

Die Stärke des Buches “Suburbia” liegt sicherlich darin, dass Bill Owens, obwohl selbst Teil der Gemeinde, kein letztgültiges Urteil fällt. Bei aller Empathie für sein Sujet bleiben Owens Bilder interpretationsoffen. Somit lässt sich sein Buch als Kritik am amerikanischen Mittelstand der siebziger Jahre interpretieren, aber auch als (in der Rückschau) nostalgische Würdigung des Lebens in den kalifornischen Vororten – ein Bild des damals noch ungebrochenen amerikanischen Selbstverständnisses: “Hier sind wir. Und wo sonst könnten wir sein?”.

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20 Jan 2009

Michael Schmidt – Irgendwo

Geschrieben von (PF) um 7:00 Uhr

Michael Schmidt - Irgendwo

Ich habe so meine Schwierigkeiten mit dem Werk von Michael Schmidt. Bei “Frauen” (2000) mochte ich nicht den subjektiven, männlichen Blick auf die Porträtierten. “Waffenruhe” (1987), sicherlich ein sehr interessantes Buch, war mir zu finster, zu sehr deutsch.

Als ich vor einigen Monaten in der Buchhandlung “Irgendwo” (2005) durchblätterte, hat es mich spontan angesprochen. “Irgendwo” zeigt Unorte: Supermarktparkplätze, Reihenhäuser, Straßenkreuzungen im unerträglichen Grau des Schmidtschen Universums. Dazwischen immer wieder Porträts von Menschen wie man sie eben an solchen Orten findet: Sekretärinnen, Schülerinnen, Bankangestellte, die für einen kurzen Moment innehalten.

Die Orte sind präzise beobachtet und ausgewählt, man meint sie wieder zu erkennen. Den abgebildeten Menschen ist man vielleicht schon begegnet und hat sie gleich wieder vergessen. Dazu ein paar fast schon ironische Details: eine hässliche Klinkerwand als Hintergrund für ein Porträt, der Wunderbaum am Rückspiegel eines geparkten Wagens, ein Hochsitz am Kinderspielplatz mit Ausblick auf die Kleinstadt oder ein zugemauerter Durchgang.

Wie sieht diese Welt eigentlich aus? Und warum so? Mit leisen, fast freundlichen Worten spricht das Buch: “Es ist ok. So ist es eben. Es ist in Ordnung. Lass es einfach geschehen” – und zieht sich über deinem Kopf zusammen wie eine durchsichtige Plastiktüte…

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10 Nov 2008

Jens Olof Lasthein – White Sea Black Sea

Geschrieben von (PF) um 7:32 Uhr

The Iron Curtain is long gone, but the line between east and west in Europe still remains visible. The photographer Jens Olof Lasthein spent six years travelling the eastern border of the European Union shooting “White Sea Black Sea“.

Jens Olof Lasthein, born in 1964, grew up in Denmark and now lives in Stockholm, Sweden.

Jens Olof Lasthein

Der eiserne Vorhang ist längst verschwunden, aber die Grenze zwischen Ost und West bleibt weiterhin sichtbar. Der Fotograf Jens Olof Lasthein reiste für sein Projekt “White Sea Black Sea” sechs Jahre entlang der Ostgrenze der Europäischen Union.

Jens Olof Lasthein, geboren 1964, wuchs auf in Dänemark und lebt zurzeit in Stockholm, Schweden.

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06 Nov 2008

Ute Behrend – Zimmerpflanzen

Geschrieben von (PF) um 7:33 Uhr

Ute Behrend’s new book “Zimmerpflanzen” (house plants) has been published recently by Snoeck.

“Ute Behrend’s works are different, however. They come always in twos. Instead of meticulously dissecting the dual components of what you see and what it might signify, Behrend infuses her series of images with both elements. She fears neither disorder nor decoration, neither ornament, she takes private photographs, but it is an undefinable privacy, temporally localised as the present day in a place situated somewhere between the city and the surrounding environs and the holidays, of a generation between youth and mid-life.” – Christoph Ribbat

Ute Behrend -Zimmerpflanzen

Ute Behrends neues Buch “Zimmerpflanzen” erschien kürzlich im Snoeck Verlag.

“Ute Behrends Arbeiten sind allerdings anders. Sie kommen immer zu zweit. Das, was man sieht und das, was es bedeuten könnte: Behrend legt beides in ihre Bilderserien hinein, statt es sorgsam auseinander zu sezieren. Sie hat weder vor Unordnung Angst noch vor Dekoration, sie fotografiert im Privaten, aber es ist ein undefinierbares Privates, in einer Zeit circa heute, in einem Raum zwischen Großstadt und Umland und Urlaub, einer Generation zwischen Jugendlichkeit und der Mitte des Lebens.” – Christoph Ribbat

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04 Nov 2008

Einar Hansen – The Fog will clear, the snow will melt

Geschrieben von (PF) um 7:49 Uhr

The Norwegian photographer Einar Hansen self-published his book “The Fog will clear, the Snow will melt“. The handsome book offers images which are simultaneously appealing and cautious.

Einar Hansen

Der norwegische Fotograf Einar Hansen veröffentlichte sein Buch “The Fog will clear, the Snow will melt” im Selbstverlag. Das schöne Buch versteht das Kunststück Bilder zu zeigen, die gleichzeitig ansprechend und zurückhaltend sind.

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