19
Feb
2010
Geschrieben von (PF) um 7:10 Uhr
Michael Kominek, geboren 1971 in Polen, ist Fotograf und Galerist. Er war Mitgründer und Herausgeber der spanischen Zeitschrift SCOPE und betreibt seit 2007 die Kominek Gallery in Berlin.
Peter F: (PF): Michael, wie kam es dazu, dass du 2007 in Berlin die Fotobuch Galerie Kominek gegründet hast? Und woher kam die Idee, die verschiedenen Elemente von Verlag, Buchhandel und Galerie zu mischen?
Michael Kominek (MK): Die Grundidee war es, einen spezialisierten Ort zu schaffen, der die besten Fotobücher vorstellt und Ausstellungen über diese zeigt, sowohl über neue Bücher aber auch Klassiker. Mein absoluter Traum ist es jedoch, Bücher auch zu verlegen und sei es in kleinsten Auflagen.
Greg Girard from ‘Far East / Far West’
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08
Jan
2010
Geschrieben von (PF) um 7:10 Uhr
Kirill Golovchenko untersucht in seiner Arbeit die Veränderungen in der Ukraine nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Sein Projekt “7km/Feld der Wunder” erschien kürzlich als Buch bei Snoek. Hier spricht er über sein aktuelles Projekt “Der ukrainische Durchbruch”.
Kirill Golovchenko, geboren 1978 in Odessa/Ukraine, studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt. Er lebt und arbeitet in Mainz.

Peter F. (PF): Kirill, wie schon in der Serie “7KM | Feld der Wunder” beschäftigst Du Dich in Deiner neuen Arbeit “Der ukrainische Durchbruch” mit dem gesellschaftlichen Umbruch in der Ukraine nach dem Zerfall der Sowjetunion. Was fasziniert dich an der Situation in der Ukraine?
Kirill Golovchenko (KG): Die Ukraine durchlebt wie viele andere osteuropäische Länder große Veränderungen. Da wir lange Zeit den Kommunismus angestrebt haben, haben wir uns gesellschaftlich und wirtschaftlich wenig entwickelt. Unter dem sowjetischen System konnten wir unser Potenzial nicht frei entfalten.
Da ich in Deutschland Fotografie studiert habe und seit zwölf Jahren hier lebe, ist meine eigene Sichtweise eher westeuropäisch geprägt. Ich habe sozusagen eine Seite, die das sowjetisches System und dessen Untergang erlebt hat. Und eine andere, die sich hier im Westen entwickelt hat. Es ist genau dieser innere Bruch, der mich dazu treibt mein Land in dieser schwierigen Phase zu erfahren und zu erkunden. Das, was dort gerade geschieht, verändert sich sehr schnell. Ich möchte einfach daran teilhaben. Hier klicken zum weiterlesen…
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13
Nov
2009
Geschrieben von (PF) um 7:10 Uhr
Ofer Wolbergers aktuelle Serie “Life with Maggie” setzt sich in inszenierten Bildern mit Fragen der Identität auseinander. Die Bilder der Serie sind noch bis zum 06. Dezember 2009 im C/O Berlin im Rahmen der Talents-Reihe zu sehen.
Ofer Wolberger, geboren 1976, erhielt seinen MFA in Fotografie an der School of Visual Arts in New York City. Er lebt und arbeitet in New York.

‘Saint-Michel-en-Greves, France’, from ‘Life with Maggie’
Peter F. (PF): Ofer, du hast nicht nur Fotografie sondern auch Kunst und Film studiert. Was gab den Ausschlag, dass du dich der Fotografie zugewandt hast?
Ofer Wolberger (OW): Es war in erster Linie der Film, der mich an die Fotografie herangeführt hat. Ich war schon immer Cineast. An der Universität studierte ich dann sowohl die Geschichte des Avantgardefilms als auch die des Erzählkinos und war geradezu von Film besessen – ein echter Kinojunkie. Zu dieser Zeit nahm ich an meiner ersten Fotoklasse teil.
Als ich begriff, dass Fotografie ein wichtiger Bestandteil des Films ist, war ich neugierig und wollte die Grundlagen des Standbildes verstehen. Ich bin aber immer noch filmverrückt und hoffe, das eines Tages wieder aufgreifen zu können.
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19
Okt
2009
Geschrieben von (PF) um 7:00 Uhr

Zoum Zoum veröffentlichte kürzlich ein lesenswertes Interview mit Andreas Till über sein aktuelles Projekt “Sundays” (nur Englisch).
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27
Mai
2009
Geschrieben von (PF) um 7:00 Uhr

Was man nur flüchtig im Augenwinkel sieht, das bleibt stets im Unscharfen verborgen. Wenn man den Blick darauf richtet, stellt das Auge automatisch scharf und die Wahrnehmung verändert sich. Stefan Heyne, Bühnenbildner und Fotograf, stellt dieses Flüchtige in den Mittelpunkt, verzichtet aber darauf die Schärfe nachzuführen und macht so sichtbar, was wir sonst immer nur beinahe sehen.
Stefan Heyne, geboren 1965 in Brandenburg, studierte Szenografie an der Kunsthochschule Berlin bei Prof. Volker Pfüller. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Vom 30. Mai bis zum 11. Juli 2009 ist Stefan Heynes Einzelausstellung “Blind Spot” bei Kaune, Sudendorf in Köln zu sehen. Die Eröffnung ist am 29. Mai 2009 um 19:00 Uhr. Seine aktuelle Einzelausstellung “The Noise” in der Kunsthalle Brandenburg / Havel läuft noch bis zum 13. Juli 2009.

Peter F. (PF): Stefan, du hast ja eigentlich Bühnenbild studiert. Wann hast du die Fotografie für dich entdeckt und wie kam es, dass die Fotografie für dich ein zentrales Ausdrucksmittel wurde?
Stefan Heyne (SH): Der Übergang vom Bühnenbild zur Fotografie war fließend; anfänglich habe ich meine Bühnenbilder fotografiert aber dabei gemerkt, wie schlecht sich so was mit den Mitteln der Fotografie abbilden lässt, wie subjektiv und ungeeignet die Fotografie für dokumentarische Zwecke ist. Dadurch ausgelöst, hat mich immer mehr interessiert, was die Fotografie im Eigentlichen ausmacht. So entstanden ab 2002 erste intensivere fotografische Arbeitsphasen, bei denen ich gemerkt habe, dass die Fotografie gegenüber dem Bühnenbild das besser geeignete Mittel ist, um wesentliche Bilder zu machen und die Fragen um die es mir geht, stellen zu können.
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23
Apr
2009
Geschrieben von (PF) um 7:10 Uhr
In seinem Zyklus “Macht und Ritual” wirft der Kölner Fotograf Bernd Arnold einen kritischen Blick auf die Riten der Mächtigen von Kirche bis Politik.
Bernd Arnold, geboren 1961 in Köln, studierte Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund. Seit 1998 ist er Mitglied der Fotografengruppe VISUM. Bernd Arnold lebt und arbeitet in Köln.

Peter F. (PF): Bernd, der erste Teil deines Zyklus “Macht und Ritual” zeigt Bilder aus dem Nachtleben und dem Halbweltmilieu in Köln. Im Vergleich zu späteren Arbeiten aus dem Zyklus wirken diese Bilder wesentlich offener und freundlicher. Warum ist das so?
Bernd Arnold (BA): Nun, ehrlicherweise hab ich das so noch nicht gesehen. Vielleicht liegt die freundlichere und offenere Wirkung an den Beteiligten des Milieus. Die sind sich ihrer Rolle als Machtausübende bewusster und üben sie ja auch direkter aus. Mit anderen Worten Ursache und Wirkung ist sofort nachvollziehbar. Ein Vergehen wird ja im Milieu, ähnlich wie z.B. in Straßengangs, direkt geahndet und für jeden sogleich “nett und ordentlich” begründet. Die Hierarchien sind klar gegliedert und für die Mitglieder der Gruppe durchsichtig.
Das sieht in der Religion, der Politik, der Wirtschaft und in den Medien innerhalb der Demokratie schon ganz anders aus. Da ist die Vernetzung der Rituale und der Macht sehr viel unübersichtlicher. Übrigens, das soll jetzt natürlich kein Plädoyer für die direkte Form der Machtausübung sein. Ich bin da eher auf der Suche nach Strukturen. Die Protagonisten im Halbweltmilieu sind ja als diese nicht eindeutig erkennbar, da sie in der Serie auch Teil des “allgemeinen” Nachtlebens waren. Vielleicht wirken die Bilder offener, da ich einen näheren Zugang hatte, was in der Politik oder Religion seltsamerweise schwieriger herzustellen ist. Trotzdem befand ich mich in einer distanzierten Beobachterrolle.
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02
Mär
2009
Geschrieben von (PF) um 7:00 Uhr
Als er 2000 nach Rumänien reiste, war Davin Ellicson fasziniert vom ländlichen Leben in der Region Maramures. 2003 zog er nach Rumänien, wo er für ein Jahr mit einer Bauernfamile lebte. Aus diesem Aufenthalt entstand sein Langzeitprojekt “Maramures” über das ländliche Leben in Rumänien.
Davin Ellicson, geboren 1978 in Massachusetts, studierte Fotojournalismus und dokumentarische Fotografie am London College of Communication. Er lebt und arbeitet zurzeit in Bukarest / Rumänien. Davin Ellicson wird vertreten von Wonderful Machine (USA) und Anzenberger. Einige Bilder des Maramures-Projekts sind in dem Buch “EAST” von Anzenberger erschienen, das verschiedene Projekte aus Osteuropa vorstellt.
Ich bitte um Verständnis, wenn ich das Interview aus Zeitgründen nicht ins Deutsche übertrage. Hier möchte ich auf diverse Dienste im Internet verweisen, wie zum Beispiel hier von Yahoo, die Internetseiten zumindest grob übersetzen.

Peter F. (PF): Davin, in 2003 you moved to Romania and lived there with a peasant family for a year in the rural Maramures region. Can you tell us something about your motivations to go there?
Davin Ellicson (DE): It was Anthony Suau’s work. I saw his images coming out of Romania in 1990-1992 right after the revolution when I was 13 or 14 years-old and they made a huge impression on me.
It seemed there was still an area of Europe that was largely agrarian and had traditional rural life cut off from the modern world and I wanted to experience it for myself. Other former Eastern Bloc countries had it too to a degree of course, but Romania’s countryside seemed more romantic from the pictures I was seeing. Later I came into contact with the great Czech master Josef Koudelka’s photography, which only made me want to go to Eastern Europe and Romania all the more.
I did get to Prague in 1998, but it was in 2000 while studying French in Paris on an abroad program from Carleton College in Minnesota, that I used our one week mid- term break to take the train from the Gare de L’Est to Bucharest. The trip was a life changing event for me. Romania had changed little in the first decade after Communism and I was able to see a side of Europe that had long vanished elsewhere.
I had read about Maramures and knew it was the most traditional region in Europe where people still wore folk costumes on a daily basis, so I knew I wanted to go there. I only spent two days in the region in 2000 but vowed I would get back there as soon as I could. It was in the summer of 2002 that I returned and happened to meet the Nemes family making a haystack in the village of Valeni in early September. They asked me to stay with them for the night. Although I left the next morning I knew that I had to get back to the village at all costs.
I returned to the US and worked at luxury boutique hotel for two months in western Massachusetts where I am from to make some money. In December, I arrived back in Valeni with the understanding that I would stay for about a month in order to witness the traditional Christmas festivities including the ritual pig slaughter. Well, one month turned into one year! I just kept extending my stay with the Nemes family. Each season brought new things to witness and to participate in. The year was really as much about the personal experience for me as it was about the photography. I used my Leica to further heighten the village life I was living.
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19
Feb
2009
Geschrieben von (PF) um 18:00 Uhr

Zum zwanzigjährigen Jubiläum der PHOTONEWS führte Marko Radloff von bildwerk3 ein ausführliches Interview mit Denis Brudna.
Denis Brudna gibt zusammen mit Anna Gripp die PHOTONEWS heraus, sicherlich eine der wichtigsten Zeitschriften zur Fotografie in Deutschland.
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10
Feb
2009
Geschrieben von (PF) um 7:00 Uhr
Simon Hoegsberg neuestes Projekt “We’re All Gonna Die – 100 meters of existence” zeigt 178 Menschen auf einer 100 Meter langen Fotografie. Die Aufnahmen dazu entstanden an 20 Tagen auf einer Eisenbahnbrücke in Berlin, fotografiert über eine Periode von siebzehn Monaten. Später wurden die Bilder digital zu einer einzigen Aufnahme zusammengesetzt.
Ich bitte um Verständnis, wenn ich das Interview aus Zeitgründen nicht ins Deutsche übertrage. Hier möchte ich auf diverse Dienste im Internet verweisen, wie zum Beispiel hier von Yahoo, die Internetseiten zumindest grob übersetzen.

Peter F. (PF): As like some of your other projects “100 meters” has a strong relation to street photography. What do you think about modern street photography?
Simon Hoegsberg (SH): My impression of modern street photography is that much of it looks the same. That’s not to say that the subject matter of street photography is uninteresting. The subject matter of street photography is human conditions, and that will never cease to interest people. But if as a photographer you’ve got a message that you’d like to get across you’ll have to make sure to speak in a way so that people pay attention. I have no fixed recipe for how this can be achieved. But I certainly know that you’ll have to avoid making work that people have good reason to dismiss as a cliché.
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