Der 2004 in Berlin verstorbene Fotograf Dirk Reinartz hat sich in seinem Werk in besonderer Weise mit seiner Heimat Deutschland auseinandergesetzt.
Dirk Reinartz studierte Fotografie bei Otto Steinert an der Folkwangschule Essen. Von 1971 bis 1977 war er Fotoreporter beim stern Magazin. 1977 schloss er sich der Fotografengruppe VISUM an, von der er sich 1982 wieder trennte, um sich als freier Fotograf neben seinen Künstlerportraits vor allem deutschen Themen zu widmen.
In seiner Serie “Kein schöner Land” dokumentierte Reinartz in strengen Schwarzweiß-Aufnahmen Deutschlands Einöden, denen er an Duisburger Autobahnunterführungen und Schwarzwälder Vorgärten nachspürte.
Später führt er dieses Thema mit “Innere Angelegenheiten” in Farbfotografien weiter fort. Mit dem Zyklus “totenstill” widmete er sich dem Zeugnis der ehemaligen Konzentrationslager.
Für das Kunstmagazin Art schuf Dirk Reinartz eindringliche Porträts bildender Künstler wie Joseph Beuys, Hans Hartung und Emil Schumacher, die 1992 in dem Band “Künstler” veröffentlicht wurden.
Im Rahmen ihrer Ausstellungsreihe zu Ehren des Fotografen Dirk Reinartz zeigt die Galerie m Bochum vom 23. Mai – 27. Juni 2007 die Ausstellung “Portraits I Künstlerportraits“.
